Fußball verlangt Leidenschaft
geschrieben von: ACHTUNG Redaktion on Mai 21, 2010
Fußball lebt von Begeisterung. Fußball lebt davon, dass man bei einem Team mitfiebert. Das gilt nicht nur, dass man seinem Lieblingsklub die Daumen drückt, sondern das gilt auch für jedes andere wichtige Spiel. Ein Weltmeisterschaftsfinale anschauen ohne einem Team zumindest einen Daumen zu drücken? Für einen echten Fußballfan nicht vorzustellen.
Als 2006 in Berlin Frankreich und Italien aufeinander trafen, drückten viele Deutsche den Franzosen die Daumen. Nach der unglücklichen Niederlage gegen die Italiener im Halbfinale in Dortmund, wollten viele deutsche Fußballfans diese Pizzabäcker nicht auch noch beim Feiern der Weltmeisterschaft zu sehen.
Auch beim jährlichen Champions League Finale hat jeder Fußball Fan seinen Favoriten. Die einen schwärmen für Barça, die andern für den großen alten AC Milan. Auch Man United oder Juventus Turin ziehen Sympathien an.
Was aber, wenn dann im Finale zwei Teams antreten, denen man so absolut nichts gönnen will. Im Halbfinale haben sich Pest und Cholera durchgesetzt. Die einen spielen einen so unattraktiven und unansehnlichen Fußball, dass man die UEFA bitten möchte sie wegen Beschädigung des Fußballs aus dem Wettbewerb auszuschließen. Gegen den anderen Klub hegt man schon seit Kindesbeinen an große Antipathien.
Inter Mailand spielt diesen unattraktiven Fußball. Im Halbfinale haben sie ihr Tor zugemauert und ansonsten das Fußballspielen Barça überlassen. Letztendlich hat Inter verdient gewonnen, weil play pokies online for sie mehr Tore geschossen haben. Doch ein nach leidenschaftlichem Fußball lechzender Fan gönnt Mannschaften mit einer solchen Spielweise den Erfolg nicht.
Der zweite Punkt, der Inter so unsympathisch macht, ist der Trainer. Kein Klub Europas from online casinos hat einen wohl derart abartigen Trainer wie Inter. Sein Engagement bei Englands TSG Hoffenheim, dem FC Chelsea, ist da nicht der einzige und wohl auch nicht bedeutendste Grund. Sein stetiges Streben nach Aufmerksamkeit und Verehrung wiegen da noch schwerer. Sein ehemaliger Lehrmeister, Louis van Gaal, macht vor wie man sich durch harte Arbeit Sympathien erarbeitet und nicht durch die Demonstration von Stärke.
Apropos Louis van Gaal. Der FC Bayern ist der zweite Finalteilnehmer in Madrid. Beim Meisterschaftsfinale war klar: Bayern muss Meister werden. Eine blauweiße Meisterparty im Ruhrgebiet klingt absurd und will man sich erst Recht als Schwatzgelber gar nicht vorstellen. Also war klar, dass der FC Bayern Meister werden musste.
Aber muss der Klub jetzt auch noch das Triple holen? Soll dieser vor Arroganz nur so strotzende Klub sich jetzt noch weiter von den Sphären der Bundesliga abheben? Sicherlich für die Bundesliga wäre es schön zu zeigen, dass auch deutsche Klubs mal wieder im Europapokal was reißen können. Auch die Rückeroberung des vierten Champions League Platzes wäre keine schlechte Sache.
Aber im Vereinsfußball gibt es keinen Patriotismus. Im Vereinsfußball regiert der Idealismus. Für die einen ist es der Erfolg eines Klubs, der so anziehend wirkt. Für andere ist die Geschichte des Vereins entscheidet. Wieder andere sind begeistert von Trainer und Spielern. Genau wegen diesem Idealismus sympathisiert man neben seinem eigenen Klub auch mit dem einer oder anderen Verein ohne wirklich ein Anhänger dessen zu sein.
Was aber nun tun, wenn man sich einfach in einem solchen Finale für keinen entscheiden kann? Als neutraler Beobachter sich das Spiel anschauen? Kann der Fußball so überleben, wenn alle sich so ein wichtiges Spiel ganz neutral anschauen? Besondere Fußballspiele leben davon, dass man sich schon Tage vorher darauf freut. Sich Gedanken macht. Was ist wenn es gut aus geht? Was ist wenn es nicht so läuft? Das Spiel lebt von Höhen und Tiefen. Von zu Tode betrübt sein und Himmelhochjauchzen.
Ein Fußballspiel neutral anzuschauen ist keine Lösung. Aber eine bessere habe ich für diesen Samstag nicht gefunden.
Hoffen wir auf ein interessanteres Weltmeisterschaftsfinale.

Sylvia T
said:
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Das kann NICHT SEIN!!! Selbst wenn die Liebe 51% zu 49% für einen Verein ist, geht´s doch voll ab. Vor allem, wenn man mit anderen Fans schaut! Mir geht´s jedenfalls so. |
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