Heim Block || ACHTUNG RANDNOTIZEN

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1982

geschrieben von: Daniel

1982 spielt Deutschland gegen Frankreich. Halbfinale der WM. Toni Schumacher kocht Franzosenbrei (auch Battiston-Fondue genannt). 1:1 nach 90 Minuten. Verlängerung. Ein halbes Sunkist später steht es 3:1 für Frankreich. Dann fängt etwas Feuer, schwarzweiße Spuren werden in den Rasen gebrannt. Rummenigge macht das 3:2. Den Ausgleich zaubert ein Fischer - ein Sternenfischer: Klaus Fischer schießt das schönste Tor des Jahrzehntes. 3:3. Elfmeterschießen. Ach Gott. Stielike heult. Er heult und lässt sich trösten. Weil er es versaut hat, denkt er. Toni Schumacher zuckt kurz und hält. Und dann gleich noch einmal. Hrubesch kommt. Blond, groß, lieb. Er nimmt den Ball und sagt: „Au revoir Frankreich.“ 1982. Und alles war gut.


Kleiner Mann mit Hut (Ein Psycho)

geschrieben von: Daniel

getagged in: Van Gaal , Schweinsteiger , Ribery , München , Krise , FC Bayern , 1. Bundesliga

Eishockey. Die Ukraine schlägt Russland mit 14:2. Die Halle bebt. Panzer kommen. Schlittern über die Eisfläche. Und zerbomben den Traum. Ein Blick in den Spiegel. Ein schiefes Lächeln. Zwei Barthaare lösen sich und segeln gemächlich zu Boden. Ein paar Schritte weiter schwappt schwarzer Tee. Honig schwimmt im Dunkel. Ein Stück Orange taucht. Ein Blick in den Hinterhof. Schneebäume. Aus meinem Hals lösen sich die Reste einiger Zigaretten.


Der fliegende Holländer

geschrieben von: Daniel

Es war ein guter Plan. Fast so gut wie der aus dem Jahre 1974, als der niederländische Bondscoach Rinus Michels seinen Mannen folgendes auf den Weg gab: „Aufpassen jetzt! Nicht verspülen. Immer sauber die Ball von da nach da. Keine Zaubereien!“ Es war Halbzeit. WM-Finale. Deutschland führte 2-1. In der Kabine der Holländer wurde Käse verteilt. Die Köpfe rauchten. Im Grunde stand es 6-0 für die Holländer. So kamen sie sich vor. Das Ende ist bekannt. Die Holländer zauberten wie Zaubereulen und verballerten die Chance auf den WM-Titel.


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